Kinderdiebe oder Kinderräuber

Die Kinder lernen nicht nur zwischen „Gesicht„, „Worten“ und „Verhalten“ zu unterscheiden. Das mit dem „Verhalten“ ist das Schwierige dabei für die Kinder. Das ist so wie mit Ironie.

LehrKraftWerk: Kinderdieb oder Kinderräuber

Kann ich das überhaupt?

Kinderfänger sind böse Menschen und wollen Kinder klauen.
Das lassen Kinderfänger sich natürlich nicht ansehen, denn dann würde man sie ja sofort erkennen. Deshalb tun Kinderfänger so, als wären sie ganz freundliche und normale Menschen.
Das tun sie manchmal richtig so lange, bevor sie versuchen das Kind zu fangen.

Kinderfänger verstecken sich hinter einem freundlichen Gesicht und tun ganz normal.
Du kannst bei einem Kinderfänger von außen nicht erkennen, dass er innen böse ist.
Du kannst ja nicht in ihn hineinsehen und seine Gedanken lesen, oder?
Deswegen setzen Kinderfänger meistens ein freundliches Gesicht auf, so wie eine Maske, hinter der sie sich verstecken.

Auch die Polizei sagt:
„Um nicht erkannt zu werden ziehen sich Kinderfänger ganz normal an.
Sie tragen keine schwarzen Klamotten und sie fahren ganz normale Autos.
Wie anderen Verbrecher kann man ihnen nicht ansehen, dass sie sehr böse sind.“

Kinderfänger versuchen Kinder mit irgendwelchen Geschenken oder auch mit irgendwelchen Geschichten zu locken. Sie bieten Kindern Geschenke an oder lassen sich eine Geschichte einfallen, um Kinder von ihrem Weg abzubringen.


Natürlich ist nicht jeder Erwachsene, der mit Kindern spricht oder nett zu Kindern ist, ein Kinderfänger. Ganz im Gegenteil:Die meisten Erwachsenen sind wirklich nett und freundlich.

Kennst Du den Unterschied zwischen Dieben und Räubern?

Diebe benutzen keine Waffen und bestehlen die Leute ganz heimlich, ohne dass das jemand mitbekommt.
Weder das Opfer, noch andere Leute, bekommen das rechtzeitig mit.
Manche Diebe klauen z.B. ganz heimlich und unbemerkt das Portemonnaie aus der Jackentasche.
Andere Diebe stehlen z.B. Autos in der Nacht oder brechen in Häuser ein.

Deswegen ist es so schwer, sich gegen Diebe zu verteidigen, weil es keiner mitbekommt.
Der beste Schutz vor Dieben ist, dass Du immer gut aufpasst und Deine Sachen im Auge behältst.

Diebe benutzen keine Waffen und bestehlen die Leute ganz heimlich, ohne dass das jemand mitbekommt. Weder das Opfer, noch andere Leute, bekommen das rechtzeitig mit. Manche Diebe klauen z.B. ganz heimlich und unbemerkt das Portemonnaie aus der Jackentasche. Andere Diebe klauen z.B. Autos in der Nacht oder brechen in Häuser ein. Deswegen ist es so schwer, sich gegen Diebe zu verteidigen, weil es keiner mitbekommt.
Der beste Schutz vor Dieben ist, dass Du immer gut aufpasst und Deine Sachen im Auge behältst.

Räuber machen das ganz anders. Räuber überfallen Leute und rauben sie aus. Sie drohen z.B. mit Gewalt und verlangen die Sachen, die sie rauben wollen. Sie machen Dir Angst.
Räuber können nur dort rauben, wo keine anderen Leute außer dem Opfer sind. Sie überfallen ihre Opfer z.B. an dunklen Orten. Der beste Schutz vor Räubern ist, dass Du immer an hellen Orten bleibst und nicht alleine durch dunkle oder leere Straßen gehst. Das ist die wichtigste Regel, um Dich vor Räubern zu schützen.

Kinderfänger wollen heimlich bleiben

Kinderfänger sind so still und heimlich, weil sie große Angst davor haben, von anderen Erwachsenen entdeckt zu werden. Sie haben Angst, dass ihr böses Geheimnis entdeckt wird. Deswegen tun Kinderfänger ganz freundlich und unschuldig. Weil sie so heimlich und leise sind, nennt man sie auch Kinderdiebe oder Kinderklauer

Kinderfänger sind wie Kinderdiebe

Kinderfänger geben sich, wie alle anderen Diebe, ganz viel Mühe, ganz und gar nicht aufzufallen. Deswegen sind Kinderfänger so still und leise . Ein Kinderdieb tut unschuldig. Denn wenn er wie ein Räuber laut rufen würde „Hände hoch“, dann würde er ja entdeckt werden.

Man kann Kinderfänger also nicht an ihrem Aussehen erkennen, aber man kann Kinderfänger an ihrem Verhalten erkennen. Man kann Kinderfänger daran erkennen, was sie sagen und was sie machen.


Die Kinder werden durch die normenverdeutlichende Geschichte von Ali-Baba in die Problematik des „freundlichen Gesichtes“ eingeführt und lernen dabei, zwischen Diebstahl und Raub zu unterscheiden.

Weitere Unterrichtsformate für den kollektiven Erwerb von Spielregeln und Schulregeln liegen dem Unterrichtsprogramm Wer-Wie-Was: Kinderfänger.info zugrunde.

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