Wie verteidige ich mich gegen Kinderfänger ???

Die körperliche Verteidigung

Die körperliche Verteidigung

Kinderfänger sind feige Menschen, sonst würden sie keine Kinder klauen, sondern Erwachsene.
Kinderfänger wollen nicht auffallen, denn sie haben große Angst davor, entdeckt zu werden.

Deshalb ist die beste Verteidigung für Kinder, einfach laut zu sein. Dann wissen die Kinderfänger, dass andere Erwachsene das hören und aufpassen werden.
Vor lauten Kindern haben Kinderfänger Angst!

Warum sich Verteidigung lohnt

Kinderfänger haben vor „Lautstärke“ Angst, weil das dann andere Erwachsene oder Kinder mitbekommen können. Deshalb haben die Kinderfänger auch Angst vor Kindern, die sich „laut-stark“ verteidigen.
Dieser Sachverhalt mit der Lautstärke ist auch von den Kindern viel leichter nachzuvollziehen, als der Irrglaube, dass körperliche Verteidigung durch Kinder gegen Erwachsene helfen kann.
Die vorgeschlagenen Sportstunden zur Selbstverteidigung dienen vorrangig Illustration und zur Des-Illusionierung manch „überstarker“ Kinder.

Die mündliche Verteidigung: Erfahrungswerte

Die Vermittlung der mündlichen Verteidigung ist für die Kinder eine spaßhafte Sache, denn endlich dürfen und sollen sie schreien und „ungezogen“ sein. Aber besonders hier ist das psychologische Kampfgewicht und die unabhängige Selbstsicherheit von großer Bedeutung, denn Kinder lassen sich schnell verbieten, laut oder unartig zu sein.
Ausnahmen sind bekannt!

Methodisch-Didaktischer Kommentar

Ziel der Lehreinheiten ist die spielerische Vermittlung körpersprachlicher Handlungsfähigkeit.
Die mündliche Verteidigung ist entsprechend eine Kombination aus Körpersprache (Mimik und Gestik) und Lautsprache (Stimme).

Die Vermittlung der mündlichen Verteidigung basiert auf Übungen aus dem Darstellenden Spiel und Rollenspielen mit dem spielerischen Einsatz der „Handsprache (Deutsche Gebärdensprache für Kinder)“.

Elternmaterial

Kinderfänger sind feige Menschen, sonst würden sie keine Kinder klauen, sondern Erwachsene. Kinderfänger wollen nicht auffallen, denn sie haben große Angst davor, entdeckt zu werden.
Deshalb ist die beste Verteidigung für Kinder, einfach laut zu sein. Dann wissen die Kinderfänger, dass andere Erwachsene das hören und aufpassen werden. Vor anderen Erwachsenen haben die Kinderfänger Angst.

Deshalb haben die Kinderfänger auch Angst vor Kindern, die sich lautstark verteidigen.

Das wird den Kindern ja leider viel zu oft verboten.
Für dieses Kapitel brauchen die Kinder sportliche Unterstützung und die Eltern Nerven!

Für die „mündliche Verteidigung“ gibt es ein paar grundsätzliche Regeln.
Die hier gesammelten Regeln beschränken sich auf die Verteidigung gegenüber Fremdtätern, denen das Kind unterwegs begegnen kann.

Einerseits wissen dann die Kinderfänger, dass das Kind nicht auf die falsche Freundlichkeit reingefallen ist. Das Kind macht die Distanz zu dem anderen damit deutlich.
Andererseits wissen dann auch alle anderen Erwachsenen, die das Kind hören, dass der Kindefänger kein Freund oder Bekannter des Kindes ist. Sie passen dann besser auf und hören gut hin, was da eigentlich passiert.

Lautes Reden und Schreien ist kein Gekreische. Andere Erwachsene können Gekreische zwar hören, aber die Worte nicht verstehen. Viele Kinder kreischen auch gerne beim Spielen mit anderen Kindern. Deshalb sollen Kinder nicht kreischen, sondern klar und deutlich reden und schreien.
Durch die Lautstärke merkt der Kinderfänger vor allem, dass das Kind keine Angst vor ihm hat. Er weiß dann, dass er das Kind nicht mitnehmen kann!

Wenn jemand ein Kind „nuranfasst, dann darf es sich auch schon wehren.
Dafür ist eine laute Stimme und eindeutliches NEIN, ICH WILL DAS NICHT oft schon ausreichend.
Aber wenn jemand das Kind anfasst, um es körperlich zu bedrängen, dann darf das Kind sich deutlich wehren. So doll es kann!

Eine gute und effektive Verteidigung ist dabei ein kräftiger Tritt gegen das Schienbein. Der tut nämlich allen Erwachsenen weh, und egal, wie groß sie sind, die Schienbeine sind immer in Reichweite!

Grenzen der körperlichen Verteidigung

„Der Selbstverteidigungstrainer hat sich die ganze Woche über bemüht, den Kindern die Angst vor dem Ungezogensein zu nehmen und das Treten die ganze Woche mit den Kindern geübt. Das Treten trauen sich die Kinder nun also bei dem persönlichen bekannten Trainer zu. Bei anderen Trainern trauen sie sich das schon fast alle nicht mehr!
Die Vermittlung von körperlichen Techniken ohne psychologische Vorbereitung hat damit deutliche Grenzen, unabhängig davon, ob es sich um einen Fremdtäter oder Nahtäter handelt.“

Defending-Team (konstante Beobachtungen)

Dieser laute Satz hat verschiedene Auswirkungen:

Der Erwachsene merkt,
dass das Kind keine Angst vor ihm hat und sich nicht einschüchtern lassen will.

Der Erwachsene merkt,
dass er keine Chance mehr hat, das Kind still und leise weg zu locken.

Andere Erwachsene stellen fest,
dass etwas geschieht, was ein Kind nicht möchte und können helfen.

Andere Erwachsene wissen,
dass der Kinderfänger ein Fremder ist, denn er wird gesiezt.

Das Kind kann sich darauf verlassen,
dass dieser eine Satz in jeder Situation der richtige ist.

Das Kind muss nicht überlegen, was es sagt,
sondern konzentriert sich auf die Lautstärke.

Tetje Velmede

Tetje Velmede Dipl. Sozialpsychologe (.fr)

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