Nachmittagsunterricht mit dem LehrKraftWerk

Die Langform für den Nachmittagsunterricht umfasst das Basisprogramm, zusätzliche Vertiefungseinheiten und eine intensive Werkstattarbeit für die verschiedenen Unterrichtsfächer. Mit dem Nachmittagsunterricht wird zusätzliche Zeit für die Arbeit im Gesprächskreis und für kollektive Arbeitsformen eingeplant.
Die Werkstattarbeit wird zur generellen Förderung der Ressourcen (Sprache, Verstand, Gefühle, Körper) genutzt. Hier werden gezielt die verschiedenen Kulturtechniken der Grundschule, sowie eine intensive Vertiefungsarbeit vorgeschlagen.

Selektive Gewaltprävention

Jedes Kind hat unterschiedliche Ressourcen und Fertigkeiten, um aktiv mit gewaltbeinhaltenden Situationen umzugehen und diese effektiv zu verarbeiten. Aus diesem Grunde ist eine differenzierte, methodische Bearbeitung von Themen, Methoden und Inhalten notwendig, um auf die Individualitäten im Klassenkollektiv einzugehen.

Das Unterrichtsmaterial orientiert sich grundsätzlich an prinzipiell vorausgesetzten Ressourcen („Fähigkeiten und Fertigkeiten“) der Kinder. Diese „gleichmachende“ Perspektive ist für die Gestaltung des Programmes grundsätzlich notwendig, kann aber den Bedürfnissen einzelner Kinder nicht gerecht werden. Aus diesem Grunde werden der Lehrkraft verschiedene Werkstätten vorgeschlagen, um diese Ressourcen gezielt, und auf die Inhalte des Unterrichts bezogen, bearbeiten zu können. Auch die unterschiedlichen Erfahrungen, Bedürfnisse und Fragestellungen einzelner Kinder und Gruppen sollten generell berücksichtigt werden können.

Projektmanagement Gewaltprävention

Basierend auf spezifischen Handlungsfeldern der schulischen Gewaltprävention und allgemeinen didaktischen Anforderungen beinhaltet das LehrKraftWerk verschiedene Ansätze und Methoden zur Unterrichtsdurchführung.
Verschiedene „klassische“ Ansätze der schulischen Gewaltprävention wie z.B. Streitschlichtung und Sprachförderung sind in die Materialsammlung für den Nachmittagsunterricht integriert und können von der Lehrkraft oder der Schule individuell angepasst werden.

LehrKraftWerk_Ressourcen_koerper_sprache_gefuehle_verstand

Der didaktische Aufbau ist nach den allgemeinen Prizipien der regulären Unterrichtsgestaltung mit Wechsel der Sozial- und Arbeitsformen gestaltet. Hierbei kann sich die Lehrkraft für die Fokussierung auf bestimmte Ressourcen entscheiden und die Werkstattarbeit entsprechend nutzen.

Binnendifferenzierung

Es können generell sowohl einzelne Kinder mit Aufgaben und Übungen betreut werden (selektive Gewaltprävention bzw. Binnendifferenzierung), als auch kollektive Entscheidungsfindungen und klassenweite Projekte vertieft werden (Universelle Gewaltprävention bzw. Regelunterricht).
Hierfür werden die verschiedenen Werkstätten mit individuellen Arbeitsplänen (z.B. in Form eines ICH-Buchs) und einer möglichen Lernzielerfolgskontrolle angereichert.

Einbezug der Eltern

Das LehrKraftWerk unterstützt die aktive Begleitung des Elternhauses durch das vorgeschlagene Elternmaterial, durch Hausaufgaben und generell durch eine Zusammenfassung des Gelernten unterstützt.