Kinderdieb oder Kinderräuber ???

Inhaltlicher und Methodischer Kommentar

Die Kinder werden durch die normenverdeutlichende Geschichte von Ali-Baba in die Problematik des „freundlichen Gesichtes“ eingeführt und lernen, zwischen Diebstahl und Raub zu unterscheiden.

Die Geschichte von Ali Baba und den 40 Räubern bietet eine sehr praktische Möglichkeit der Vorbereitung für die Lesepartner. Mit dem interaktiven Vorlesen der Geschichte sensibilisieren sich die Lesepartner gegenseitig. Das leise und das laute Aussprechen unterstützt die Lesepartner in der Erarbeitung der Fragestellungen des LehrKraftWerks.

Kennst Du den Unterschied zwischen Dieben und Räubern ?

Ali Baba bietet eine gute und oftmals vernachlässigte Möglichkeit, das Ende der Geschichte neu zu erzählen. Die Kinder kommen zumeist von alleine auf die Idee, dass Ali Baba den Schatz an die Polizei und somit an die wahren Eigentümer zurück gibt.

Diebe benutzen keine Waffen und bestehlen die Leute ganz heimlich, ohne dass das jemand mitbekommt. Weder das Opfer, noch andere Leute, bekommen das rechtzeitig mit. Manche Diebe klauen z.B. ganz heimlich und unbemerkt das Portemonnaie aus der Jackentasche. Andere Diebe klauen z.B. Autos in der Nacht oder brechen in Häuser ein. Deswegen ist es so schwer, sich gegen Diebe zu verteidigen, weil es keiner mitbekommt.
Der beste Schutz vor Dieben ist, dass Du immer gut aufpasst und Deine Sachen im Auge behältst.

Räuber machen das ganz anders. Räuber überfallen Leute und rauben sie aus. Sie drohen z.B. mit Gewalt und verlangen die Sachen, die sie rauben wollen. Sie machen Dir Angst.
Räuber können nur dort rauben, wo keine anderen Leute außer dem Opfer sind. Sie überfallen ihre Opfer z.B. an dunklen Orten. Der beste Schutz vor Räubern ist, dass Du immer an hellen Orten bleibst und nicht alleine durch dunkle oder leere Straßen gehst. Das ist die wichtigste Regel, um Dich vor Räubern zu schützen.

Kinderfänger wollen Kinder ganz heimlich fangen.

Kinderfänger sind so still und heimlich, weil sie große Angst davor haben, von anderen Erwachsenen entdeckt zu werden.
Sie haben Angst, dass ihr böses Geheimnis entdeckt wird. Deswegen tun Kinderfänger ganz freundlich und unschuldig.
Weil sie so heimlich und leise sind, nennt man sie auch Kinderdiebe oder Kinderklauer

Kinderfänger geben sich, wie alle anderen Diebe, ganz viel Mühe, ganz und gar nicht aufzufallen. Deswegen sind Kinderfänger so still und leise und tun so unschuldig. Denn wenn sie wie ein Räuber laut rufen würden „Hände hoch“ oder gar mit einer Waffe rumfuchteln würden, dann würden sie ja entdeckt werden.

Kinderfänger wollen Kinder fangen und deshalb heißen sie Kinderfänger.
Kinderfänger spielen aber kein Fangen und sie wollen nicht mit den Kinder spielen. Kinderfänger wollen schlimme Sachen von den Kindern.
Das können auch schlimme Sachen sein, die manchmal gar nicht weh tun. Und manchmal doch sehr doll.

Tetje

Tetje Velmede Dipl. Sozialpsychologe (.fr) Dipl. Arbeitspsychologe (.fr) staatl. anerkannter Künstler

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